Chronik

Mit Wirkung vom 24.06.1991 wurde der DVP Mitglied des AHO (Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V., damals Bonn, nun Berlin).
 
Am 30.09.1993 wurde in Bonn eine neue AHO-Fachkommission „Projektsteuerung“, seit 2003 Fachkommission „Projektsteuerung/Projektmanagement“, mit der Zielsetzung konstituiert, einen Vorschlag für ein Leistungsbild zur Projektsteuerung anstelle von § 31 Abs. 1 HOAI zu erarbeiten, Untersuchungen zur Honorierung von Projektsteuerungsleistungen anzustellen und die Ergebnisse durch Veröffentlichung interessierten Fachkreisen zugänglich zu machen.
 
Im November 1996 erschien als Ergebnis Heft Nr. 9 der Schriftenreihe des AHO „Untersuchungen zum Leistungsbild des § 31 und zur Honorierung für die Projektsteuerung“. Der Vorschlag zur Leistungs- und Honorarordnung Projektsteuerung wurde ergänzt durch Kommentare zu den Grundleistungen der Projektsteuerung und deren Honorierung und abgerundet durch die Literatur-, Abkürzungs-, Stichwortverzeichnisse und ein Glossar.
 
In weitgehend neuer Zusammensetzung der Fachkommission wurde die 2. Auflage von Heft Nr. 9 der „grünen“ Schriftenreihe des AHO erarbeitet und im Januar 2004 veröffentlicht. Das Leistungsbild Projektsteuerung wurde um Teilleistungen zur Implementierung und Anwendung von Projektinformationssystemen und der Baulogistik ergänzt.
 
Da sich neben der klassischen Projektsteuerung in Stabsfunktion und der Projektleitung in Linienfunktion weitere Leistungsbilder am Markt etablierten, wurden mit AHO-Heft Nr. 19 Neue Leistungsbilder zum Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft, Stand September 2004, vorgelegt. Kapitel 1 gibt Empfehlungen für Auftraggeber, eine Auswahl aus den neuen Leistungsbildern in Abhängigkeit von ihrer eigenen Konstellation vorzunehmen. In den Kapiteln 2 bis 8 werden jeweils mit Einleitung, Leistungsbild und teilweise Kommentar sowie Honorierungsvorschlag sieben Leistungsbilder beschrieben (Implementierung und Anwendung von Projektkommunikationssystemen, Projektentwicklung im engeren Sinne, Risikobewertung von Neubau- und Bestandsimmobilien (Real Estate Due Diligence), Nutzer-Projektmanagement, Unabhängiges Projektcontrolling für Investoren, Banken oder Nutzer, Projektmanagement und Projektrechtsberatung aus einer Hand, Construction Management).
 
Der Rückgang der Neubautätigkeit und die Verlagerung zum Bauen im Bestand (Instandhaltung, Sanierung, Modernisierung) erfordern von den Projektbeteiligten hohe Flexibilität und eine Erweiterung der Leistungen im Vorfeld der Baumaßnahmen. Der DVP und der AHO reagierten darauf mit Herausgabe von AHO-Heft Nr. 21 Interdisziplinäre Leistungen zur Wertoptimierung von Bestandsimmobilien, Stand Juni 2006. In acht Kapiteln werden darin die Begriffe und Ziele des Corporate Real Estate Management und des Public Real Estate Management, die Immobilieneignerziele, das Portfoliomanagement, die Due Diligence, die Projektentwicklung im engeren Sinne und das Projektmanagement beim Bauen im Bestand, jeweils mit Leistungsbild und Kommentar, Juristische und steuerrechtliche Aspekte des Bauens im Bestand und die Honorierung nach Zeitaufwand beschrieben, ergänzt durch einen Anhang mit Arbeitshilfen und Glossar.
 
Der Ende 2003 an der Bergischen Universität Wuppertal gegründete DVP-Arbeitskreis Public Private Partnership (PPP) verfolgte das Ziel, mögliche Leistungen des Projektmanagements aus der Sicht der Consultants und der öffentlichen Auftraggeber zu identifizieren und zu beschreiben. Ergebnis war AHO-Heft Nr. 22 Interdisziplinäres Projektmanagement für PPP-Hochbauprojekte, Stand November 2006. Der Arbeitskreis entwickelte eine PPP-Leistungsmatrix aus Regelleistungen und Weiteren Leistungen mit sieben Projektstufen (Projektgenesis, Projektvorbereitung und Eignungsüberprüfung, Konzeption, Ausschreibung und Vergabe, Planen und Bauen, Betreiben/Bewirtschaften, Verwerten/Eigentumsübergang/Exits) und fünf Handlungsbereichen durch Erweiterung der bekannten Handlungsbereiche A bis D um einen Handlungsbereich E Recht. Der Hauptteil von Heft 22 beinhaltet einen Kommentar zu den Regelleistungen des Leistungsbildes PPP. Er wird ergänzt durch einen Vorschlag zur Honorierung nach vorkalkulatorisch pauschaliertem oder tatsächlich benötigtem Zeitaufwand.
 
Da der Komplex „Altlasten“ in der HOAI völlig unzureichend erfasst wurde, entstand im September 1993 eine AHO-Fachkommission Altlasten. Diese erreichte im März 1996 die Veröffentlichung von AHO-Heft Nr. 8 Untersuchungen für ein Leistungsbild und zur Honorierung für den Planungsbereich „Altlasten“, Stand März 1996, Bundesanzeiger Köln.
 
In der Folgezeit wurde die Aufgabenstellung und damit auch die Bezeichnung erweitert zur AHO-Fachkommission Baufeldfreimachung/Altlasten. Ergebnis war die Veröffentlichung von AHO-Heft Nr. 18 Arbeitshilfen zur Vereinbarung von Leistungen und Honoraren für den Planungsbereich „Baufeldfreimachung“, Stand August 2004, Bundesanzeiger Köln.